Watt (W)
Die Leistung. Vereinfacht: wie kräftig ein Gerät gerade am Strom nuckelt. 1000 Watt sind 1 Kilowatt.

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Watt? kWh? Heizkennlinie? COP? MQTT? Klingt alles erstmal wichtiger, als es ist. Felix übersetzt Begriffe aus Strom, Heizung, Solar und Smart Home – kurz, verständlich und mit möglichst wenig Blabla. Inzwischen sind es über 80 Begriffe aus unserem echten Praxisalltag.
Watt, kWh, Standby und alles, was am Zähler dreht.
Die Leistung. Vereinfacht: wie kräftig ein Gerät gerade am Strom nuckelt. 1000 Watt sind 1 Kilowatt.
Die Energiemenge. Ein Gerät mit 1000 Watt, das eine Stunde läuft, verbraucht 1 kWh.
Der Verbrauch, der auch dann da ist, wenn scheinbar alles aus ist: Router, Standby, Kühlgeräte, Pumpen und Co.
Die elektrische Spannung. Sie beschreibt vereinfacht den „Druck“, mit dem Strom durch eine Leitung bewegt wird. In deutschen Haushalten liegen an der Steckdose typischerweise 230 Volt an.
Die Stromstärke. Sie beschreibt, wie viel elektrischer Strom gerade fließt. Zusammen mit der Spannung lässt sich daraus die elektrische Leistung bestimmen.
Ein Gerät wirkt ausgeschaltet, braucht aber weiterhin Strom – zum Beispiel für Netzwerk, Uhr, Fernbedienung oder schnelles Aufwachen. Kleine Leistungen können sich über das Jahr trotzdem summieren. Stromverbrauch richtig messen →
Er beschreibt bei Wechselstrom, wie viel der aufgenommenen elektrischen Leistung tatsächlich als Wirkleistung genutzt wird. Für normale Haushaltsrechnungen ist vor allem die gemessene Wirkleistung in Watt entscheidend.
Heizkurve, Vorlauf, Spreizung und die Begriffe hinter einem warmen Haus.
Die Temperatur des Heizwassers, das von der Heizung zu Heizkörpern oder Fußbodenheizung geschickt wird.
Sie sagt der Heizung, wie warm der Vorlauf bei welcher Außentemperatur sein soll. Zu hoch kostet oft unnötig Energie.
Die Wärme wird so verteilt, dass jeder Raum genug bekommt – ohne dass einzelne Heizkörper alles wegziehen.
Bei Wärmepumpen geht es darum, wie viel Wärme aus einer Einheit Strom wird. Je höher, desto besser – aber COP und JAZ sind nicht dasselbe.
Die Temperatur des Heizwassers, das nach dem Durchströmen von Heizkörpern oder Fußbodenheizung zurück zur Heizung kommt.
Die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf. Sie verrät viel darüber, wie stark das Heizwasser im Haus Wärme abgegeben hat.
Brennwerttechnik nutzt zusätzlich Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas. Das funktioniert besonders gut mit niedrigen Rücklauftemperaturen.
Ein Brenner oder eine Wärmepumpe passt ihre Leistung an den aktuellen Bedarf an, statt nur Vollgas oder Aus zu kennen. Gute Modulation kann ruhiger und effizienter laufen.
Wenn ein Wärmeerzeuger häufig ein- und wieder ausschaltet, spricht man vom Takten. Sehr kurze Laufzeiten können auf zu hohe Leistung oder ungünstige Einstellungen hindeuten.
Zu bestimmten Zeiten wird die gewünschte Raum- oder Vorlauftemperatur abgesenkt. Ob das spart, hängt stark von Gebäude, Heizsystem und Absenkdauer ab.
Die Wärmeleistung, die ein Gebäude bei einer bestimmten Außentemperatur benötigt, um innen warm zu bleiben. Sie wird meist in Kilowatt angegeben.
Feineinstellung im echten Betrieb: Heizkurve, Durchflüsse und Raumverhalten werden so abgestimmt, dass die Räume mit möglichst niedrigen Temperaturen passend warm werden.
Sie hält warmes Trinkwasser in Bewegung, damit es schneller an der Zapfstelle ankommt. Komfortabel – aber bei Dauerbetrieb können Strom und Wärme unnötig verloren gehen.
PV-Leistung, Eigenverbrauch, Batteriespeicher und dynamische Tarife.
Der Anteil deines Solarstroms, den du selbst im Haus nutzt, statt ihn ins Netz einzuspeisen.
Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter festgelegten Testbedingungen. 10 kWp bedeuten nicht, dass die Anlage ständig 10 kW liefert – Wetter, Temperatur und Ausrichtung spielen mit hinein.
Er macht aus dem Gleichstrom der PV-Module den Wechselstrom, den Haus und Stromnetz verwenden können. Viele Geräte liefern außerdem Messwerte zu Erzeugung, Netzbezug und Speicher.
Solarstrom, den dein Haus gerade nicht selbst verbraucht oder speichert, fließt ins öffentliche Netz. Dafür kann je nach Anlage eine Einspeisevergütung gezahlt werden.
Der Anteil deines gesamten Stromverbrauchs, den du selbst aus PV und Speicher deckst. 70 % Autarkie heißt: 30 % des Verbrauchs kamen noch aus dem Netz.
Er speichert überschüssigen Solarstrom für später. Entscheidend sind nicht nur kWh Kapazität, sondern auch Ladeleistung, Verluste, nutzbare Kapazität und die eigene Verbrauchskurve. Speichergröße berechnen →
State of Charge bedeutet Ladezustand. 80 % SoC heißt vereinfacht: Der Speicher ist zu etwa 80 % seiner nutzbaren Kapazität geladen.
Er beschreibt, welcher Anteil der eingesetzten Energie am Ende nutzbar ankommt. Bei Speichern, Wechselrichtern und Heiztechnik gehen immer kleine Teile als Verluste verloren.
Der Arbeitspreis ändert sich im Tagesverlauf nach dem Strommarkt. Interessant wird das besonders, wenn Verbraucher oder Batteriespeicher gezielt in günstige Stunden verschoben werden können. Praxis dazu →
Automationen, Entitäten, Zigbee, Matter und die Bausteine der Hausautomation.
Die Schaltzentrale. Dort laufen Geräte, Sensoren und Automationen zusammen. Vereinfacht gesagt: das Gehirn vom Smart Home.
Ein Funkstandard für viele Sensoren, Lampen, Taster und Steckdosen. Stromsparend und für Smart Home sehr verbreitet.
Ein Nachrichtenverteiler. Geräte schicken Meldungen wie „Bewegung erkannt“ oder „Temperatur 21,4 °C“ und andere Systeme hören zu.
Der Name eines einzelnen Geräts oder Messwerts in Home Assistant, zum Beispiel light.kueche.
Ein gespeicherter Zielzustand mehrerer Geräte, zum Beispiel „Abendstimmung“ mit bestimmten Lichtwerten.
Ein wiederverwendbarer Ablauf aus mehreren Aktionen. Praktisch, wenn derselbe Ablauf an mehreren Stellen gebraucht wird.
Eine fertige Vorlage für Automationen oder Skripte. Du wählst deine Geräte und Werte aus, die eigentliche Logik steckt bereits in der Vorlage.
Die aufgezeichnete Spur eines Automationslaufs. Sie zeigt Schritt für Schritt, welcher Trigger, welche Bedingung und welche Aktion tatsächlich durchlaufen wurde.
Eine kleine Rechen- oder Denkregel in Home Assistant. Sie liest Zustände und erzeugt daraus neue Werte, Texte oder Wahr/Falsch-Ergebnisse.
Verdichtete Messwerte, mit denen Home Assistant Trends über Wochen und Monate sichtbar macht, auch wenn detaillierte Verlaufsdaten längst gelöscht sind.
Eine Wenn-dann-Regel in Home Assistant: Ein Auslöser startet den Ablauf, Bedingungen prüfen die Situation und Aktionen schalten oder informieren. Erste Automation bauen →
Der Auslöser einer Automation. Das kann zum Beispiel Bewegung, eine Uhrzeit, ein geänderter Sensorwert oder das Betreten einer Zone sein.
Die Prüfung zwischen Auslöser und Aktion. Beispiel: Bewegung wurde erkannt, aber das Licht wird nur eingeschaltet, wenn es dunkel genug ist.
Das, was Home Assistant nach einem Trigger tatsächlich tun soll: Licht schalten, Nachricht senden, Szene aktivieren, Wert setzen oder ein Skript starten.
Die Verbindung zwischen Home Assistant und einem Gerät, Dienst oder Protokoll. Sie bringt Geräte und deren Entitäten in Home Assistant. Integrationen verstehen →
Ein zusätzliches Programm, das bei Home Assistant OS neben Home Assistant laufen kann – zum Beispiel Mosquitto, ESPHome oder ein Dateieditor. Eine Integration ist etwas anderes.
Home Assistant Community Store: eine Community-Verwaltung für zusätzliche Integrationen, Frontend-Karten und Themes, die nicht zum offiziellen Home-Assistant-Kern gehören.
Virtuelle Bausteine in Home Assistant, etwa Schalter, Zahlenwerte, Timer oder Auswahlfelder. Sie speichern Zustände, ohne dass dafür ein echtes Gerät existieren muss.
Ein gut lesbares Textformat für Konfigurationen. Home Assistant kann vieles heute über die Oberfläche, aber YAML bleibt bei komplexeren Automationen und Konfigurationen wichtig.
Der aktuelle Wert einer Entität – zum Beispiel on, off, 21.4 oder home. Attribute liefern oft zusätzliche Details.
Ein aufrufbarer Befehl in Home Assistant. Beispiele sind Licht einschalten, eine Benachrichtigung senden oder einen Zahlenwert setzen. In neueren Oberflächen wird dafür häufig auch der Begriff „Aktion“ verwendet.
Das zentrale Funkgerät eines Zigbee-Netzes. Es verbindet Home Assistant beziehungsweise Zigbee2MQTT mit den Zigbee-Geräten im Haus.
Ein dauerhaft mit Strom versorgtes Zigbee-Gerät, das Nachrichten anderer Geräte weiterleitet. Viele Steckdosen und Lampen helfen so, die Funkabdeckung zu verbessern.
Ein Netz, bei dem Geräte Daten über andere Teilnehmer weiterreichen können. Zigbee und Thread nutzen dieses Prinzip, damit nicht jedes Gerät direkt die Zentrale erreichen muss.
Ein herstellerübergreifender Smart-Home-Standard. Ziel ist, dass Geräte verschiedener Marken einfacher miteinander funktionieren. Matter kann unter anderem über WLAN, Ethernet oder Thread laufen.
Ein stromsparendes IP-Funknetz für Smart-Home-Geräte. Thread bildet ein Mesh und wird häufig als Funkbasis für Matter-Geräte verwendet.
Das Aktivierungswort einer Sprachsteuerung – also das Wort, nach dem das System zuhört. Bei lokalen Lösungen kann die Erkennung direkt im eigenen Zuhause stattfinden.
Speech to Text: Sprache wird in Text umgewandelt. Erst danach kann Home Assistant oder eine KI verstehen, was gesagt wurde.
Text to Speech: Text wird in gesprochene Sprache verwandelt. So kann Home Assistant Antworten oder Meldungen über Lautsprecher ausgeben. Sprachsteuerung entdecken →
ESP32, Sensoren, Schnittstellen und kleine Selbstbauprojekte.
Eine Plattform, mit der kleine Mikrocontroller wie ein ESP32 Sensoren, Schalter und andere Bauteile direkt mit Home Assistant verbinden können – ohne dass du eine komplette Firmware selbst programmieren musst.
Eine günstige Mikrocontroller-Platine mit WLAN und Bluetooth. Sie ist das kleine Gehirn vieler ESPHome-Projekte und verbindet Sensoren, Relais oder Schnittstellen mit deinem Smart Home.
Die Anschluss-Pins am ESP32. Darüber kann der Mikrocontroller zum Beispiel einen Taster lesen, eine LED schalten oder ein Relais ansteuern.
Ein elektrisch betätigter Schalter. Der ESP32 gibt nur das Steuersignal, das Relaismodul übernimmt das eigentliche Schalten. Praxis mit ESPHome →
Over The Air: Nach der ersten Installation kann neue ESPHome-Firmware meistens bequem über das Netzwerk aufgespielt werden – ohne wieder ein USB-Kabel anzuschließen.
Analog-to-Digital Converter: Er wandelt eine analoge Spannung in einen digitalen Messwert um. So kann ein ESP32 zum Beispiel Helligkeit oder Druck erfassen. Praxis mit ESPHome →
Ein lichtabhängiger Widerstand. Je nach Helligkeit ändert sich sein Widerstand. Mit einem Spannungsteiler kann der ESP32 daraus einen relativen Helligkeitswert messen.
Eine einfache digitale Datenleitung, an der mehrere Sensoren hängen können. Typischer Vertreter: der Temperatursensor DS18B20.
Ein digitaler Temperatursensor für 1-Wire. Jeder Fühler besitzt eine eigene Adresse, deshalb können mehrere Sensoren an derselben Datenleitung hängen. Praxis mit ESPHome →
Eine serielle Schnittstelle, über die zwei Geräte Daten Zeichen für Zeichen austauschen. Praktisch, um bestehende Technik mit einem ESP32 auszulesen.
Ein digitaler Bus für Sensoren, Displays und andere Bausteine. Mehrere Geräte können sich dabei dieselben zwei Datenleitungen teilen.
Ein weit verbreitetes Industrie-Protokoll. Viele Wechselrichter, Zähler, Heizungen und andere Geräte stellen darüber Messwerte und Zustände bereit.
Ein ESPHome-Gerät, das Bluetooth-Daten in seiner Umgebung empfängt und an Home Assistant weitergibt. So lässt sich die Bluetooth-Reichweite im Haus deutlich besser verteilen.
IP, DNS, Proxmox, Backups und die Technik hinter den Kulissen.
Die Netzwerkadresse eines Geräts. Sie sorgt dafür, dass Computer, Home Assistant, Kameras oder ESP32 im lokalen Netz gezielt erreichbar sind.
Das Namensbuch des Netzes. DNS übersetzt Namen wie wattzahls.de in IP-Adressen, mit denen Computer tatsächlich Verbindungen aufbauen.
Namensauflösung und Gerätesuche im lokalen Netz ohne klassischen DNS-Server. Viele Smart-Home-Geräte nutzen mDNS, damit sie automatisch gefunden werden.
Ein virtuell getrenntes Netzwerk auf derselben Hardware. Damit lassen sich zum Beispiel IoT-Geräte vom normalen Heimnetz abgrenzen – sofern Router und Switches das unterstützen.
Ein vorgeschalteter Webserver, der Anfragen an den passenden internen Dienst weiterleitet. So können mehrere Dienste sauber über Domains und HTTPS erreichbar gemacht werden.
Ein kompletter virtueller Computer mit eigenem Betriebssystem. Auf Proxmox kann Home Assistant OS beispielsweise als VM laufen. Unsere Praxis →
Ein leichtgewichtiger Linux-Container. Er teilt sich den Kernel des Hosts und braucht deshalb meist weniger Ressourcen als eine vollständige virtuelle Maschine.
Ein eingefrorener Zustand eines Systems oder Datenträgers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Praktisch vor Änderungen – aber kein Ersatz für ein unabhängiges Backup.
Eine separate Sicherung, aus der Daten oder Systeme nach einem Defekt wiederhergestellt werden können. Entscheidend ist nicht nur das Sichern, sondern auch ein funktionierender Restore. Unsere Backup-Praxis →
Eine Software für Dashboards und Diagramme. Sie eignet sich besonders gut, um lange Zeitreihen wie Temperaturen, Leistungen oder Heizungsdaten übersichtlich darzustellen.
Eine Datenbank, die auf Zeitreihen spezialisiert ist. Home-Assistant-Messwerte können dort langfristig gespeichert und zum Beispiel mit Grafana ausgewertet werden.
Wenn in einem unserer Rechner oder Artikel ein Begriff auftaucht, den man nicht sofort verstehen muss, landet er hier. Strom, Heizung, Solar oder Smart Home – völlig egal. Wir erklären ihn so, dass man danach weiterlesen kann, statt erst eine halbe Stunde zu googeln.
Wie aus einzelnen Messwerten echte Trends werden, zeigt Kapitel 23 unserer Home-Assistant-mit-KI-Serie.
Wie du Zustände liest, Werte berechnest und daraus eigene Helfer baust, zeigt Kapitel 22 unserer Home-Assistant-mit-KI-Serie.
Wie du damit eine kaputte Automation systematisch zerlegst, zeigt Kapitel 21 unserer Home-Assistant-mit-KI-Serie.
Wie du fertige Automations-Vorlagen importierst, verstehst und sicher testest, zeigt Kapitel 20 unserer Home-Assistant-mit-KI-Serie.
Wie diese Bausteine zusammen mit Automationen funktionieren, zeigt Kapitel 19 unserer Home-Assistant-mit-KI-Serie.
ESP32, GPIO, OTA, 1-Wire, UART, I²C, Modbus und Bluetooth Proxy nehmen wir in unserer neuen Serie Schritt für Schritt auseinander. HA mit ESPHome – Watt damit so alles geht! →
Was Koordinator, Router und Mesh bedeuten, zeigen wir in Kapitel 6 unserer Home-Assistant-mit-KI-Serie Schritt für Schritt.