Ein lichtabhängiger Widerstand. Bei anderer Helligkeit verändert sich sein Widerstand.
ESPHome LDR mit ESP32:
Helligkeit einfach messen
Bisher kannten unsere Eingänge nur zwei Zustände. Jetzt messen wir etwas dazwischen: Mit einem LDR erkennt der ESP32, ob es hell, dämmrig oder dunkel ist.
Dabei lernen wir ganz nebenbei, was ADC und Spannungsteiler bedeuten.

Zusammen mit dem LDR bildet er einen Spannungsteiler.
Ein analogfähiger Eingang des ESP32. Welche Pins dafür geeignet sind, hängt vom konkreten ESP32-Modell ab.
🔌 Der Spannungsteiler
Der ESP32 misst keine „Helligkeit“. Er misst eine Spannung. LDR und Festwiderstand wandeln die Änderung des Widerstands in eine messbare Spannung um.
● = Abgriff zum ADC-Pin
Ein ESP32-Eingang ist kein Multimeter für beliebige Spannungen. Wir arbeiten hier mit einem 3,3-V-Spannungsteiler. Höhere oder unbekannte Spannungen dürfen nicht einfach an einen GPIO gelegt werden.
ADC-Sensor in ESPHome anlegen
Auf einem klassischen ESP32-DevKit kann zum Beispiel GPIO34 ein ADC-Pin sein. Bei anderen ESP32-Varianten ist die Belegung anders – deshalb immer kurz die Pinbelegung des konkreten Boards prüfen.
sensor:
- platform: adc
pin: GPIO34
name: "Helligkeit Spannung"
attenuation: auto
update_interval: 5sattenuation: auto?Der ESP32-ADC hat unterschiedliche Messbereiche. Mit auto kann ESPHome automatisch zwischen geeigneten Bereichen wechseln. Für einfache Sensorprojekte ist das deutlich anfängerfreundlicher als feste dB-Werte.
Erst beobachten, dann automatisieren
Leuchte den LDR mit einer Lampe an, decke ihn ab und beobachte die Spannung in Home Assistant. Wichtig ist zunächst nur: Der Wert muss reproduzierbar mit der Helligkeit reagieren.
Watt heißt „hell“ denn nun?
Bei unserem Aufbau liegt der LDR Richtung 3,3 V. Wird es heller, sinkt sein Widerstand und die gemessene Spannung steigt. Drehst du LDR und Festwiderstand um, läuft der Messwert in die andere Richtung. Beides ist technisch okay – man muss nur wissen, was der eigene Aufbau macht.
Ein LDR plus Spannungsteiler liefert einen sehr brauchbaren relativen Helligkeitswert. Aber ohne Kalibrierung darf daraus nicht einfach eine echte Lux-Angabe gemacht werden. Für Automationen reicht meist: „unter diesem Wert ist es dunkel genug“.
Bewegung erkannt und Helligkeit unter Grenzwert? Erst dann Licht einschalten.
Starke Sonne erkennen und Beschattung vorbereiten.
Nicht nur nach Uhrzeit entscheiden, sondern nach echter Umgebungshelligkeit.
Grenzwert später aus echten Daten wählen
Statt sofort irgendeine Zahl zu erfinden, beobachten wir ein paar Tage die Messwerte. Dann sehen wir, welcher Spannungsbereich wirklich „hell“, „dämmrig“ und „dunkel“ bedeutet. Genau daraus bauen wir anschließend eine Automation.
Prompt: „Ich möchte mit einem ESP32, ESPHome, einem LDR und einem 10-kΩ-Widerstand einen relativen Helligkeitssensor bauen. Der LDR liegt an 3,3 V, der 10-kΩ-Widerstand an GND und der Abgriff geht auf GPIO34. Erstelle mir eine aktuelle ESPHome-ADC-Konfiguration mit attenuation: auto und erkläre mir, wie sich der Messwert bei mehr oder weniger Licht verhält. Nenne den Wert nicht Lux, solange keine Kalibrierung erfolgt ist.“
Home Assistant macht watt draus
In Folge 7 verbinden wir Sensor und Aktion: Helligkeit messen, Bewegung erkennen und daraus eine sinnvolle Automation bauen. Damit wird aus einzelnen ESPHome-Bausteinen endlich ein richtiges Smart-Home-Projekt.
ESPHome stellt analoge Eingänge über den adc-Sensor bereit. Welche Pins analogfähig sind, hängt vom Controller und der Variante ab. Beim ESP32 kann attenuation: auto den nutzbaren Messbereich automatisch anpassen. Für Widerstandssensoren wie einen LDR ist ein Spannungsteiler der typische Aufbau.