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WATT LÄUFT BEI UNS? · FOLGE #05

Speicher & Backups: Was passiert, wenn etwas stirbt?

Zwei interne SSDs, eine USB-Festplatte und OpenMediaVault: Unser Aufbau ist nicht aus einem Rechenzentrumskatalog entstanden – sondern Schritt für Schritt zuhause.

Felix denkt über Backups und Speicher nach

Ein Homeserver ist erst dann wirklich praktisch, wenn nicht bei jedem Defekt alles von vorne aufgebaut werden muss. Deshalb trennen wir System, Daten und Sicherungen soweit es in unserem gewachsenen Aufbau sinnvoll ist.

Unser Lenovo ThinkCentre Homeserver im Wohnzimmer
Felix, das WATTZAHLS.DE Maskottchen
🐾 Felix fragt:

„Wenn die System-SSD morgen kaputtgeht – ist dann unser komplettes Smart Home weg?“

Genau deshalb liegen System, Daten und Backups nicht einfach nur in einem einzigen Topf.
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SSD 1 · System

Hier liegt Proxmox als Basis unseres Hosts. Diese SSD ist für das eigentliche Serversystem zuständig.

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SSD 2 · Daten & Backup

Die zweite interne SSD schafft zusätzlichen Platz für Daten und Sicherungen. Sie entlastet die Systemplatte und trennt Aufgaben.

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USB-Festplatte

Die externe USB-Festplatte dient bei uns als Backup-Ziel und Datengrab. OpenMediaVault nutzt sie für größere Datenbestände.

Unser Prinzip: nicht alles auf dieselbe Platte

Proxmox + Gäste
laufen auf dem Host
Backup
wird getrennt abgelegt
Wiederherstellung
statt alles neu bauen

Was sichern wir eigentlich?

✅ VMs und LXCUnsere virtuellen Maschinen und Container sind die eigentlichen „Bewohner“. Genau deren Konfiguration und Daten wollen wir im Ernstfall zurückholen können.
✅ Home AssistantHome Assistant ist für uns besonders wichtig. Ein Ausfall wäre nicht nur ein kaputtes Programm, sondern würde viele Automationen im Haus betreffen.
✅ KonfigurationenBei Diensten wie Zigbee2MQTT, Grafana, MQTT oder ESPHome steckt viel Arbeit in Einstellungen, Dashboards und Verknüpfungen.
✅ Größere DatenOpenMediaVault übernimmt bei uns die Rolle des Datenspeichers. Nicht jede große Datei muss auf der schnellen System-SSD liegen.

Warum die USB-Festplatte trotzdem sinnvoll ist

Sie ist günstig, groß und für Backups deutlich besser geeignet als die System-SSD mit denselben Sicherungen vollzuschreiben. Außerdem lässt sich ein Backup-Ziel leichter austauschen oder separat behandeln.

🚨 Aber: Eine USB-Platte am selben Rechner ist noch kein perfektes Katastrophen-Backup.

Bei Diebstahl, Brand, Überspannung oder einem schweren Bedienfehler können Host und angeschlossene Backup-Platte gleichzeitig betroffen sein. Unser Aufbau schützt also gut gegen viele alltägliche Defekte – aber nicht gegen jedes denkbare Szenario.

Backup ist erst Backup, wenn Restore funktioniert

Eine Sicherungsdatei zu besitzen beruhigt. Entscheidend ist aber, ob man damit tatsächlich wieder starten kann. Deshalb gehört für uns zur Serie nicht nur „Backup läuft“, sondern auch die Frage: Wie bekommen wir Home Assistant, RaspberryMatic oder einen LXC nach einem Ausfall wieder zurück?

⚠ Unser Praxispunkt: Ein erfolgreicher Backup-Job bedeutet noch nicht automatisch, dass die Sicherung vollständig und verwendbar ist. Restore-Tests sind der Teil, den man gerne aufschiebt – bis man ihn dringend braucht.

Was würde bei welchem Defekt passieren?

System-SSD defektProxmox selbst fällt aus. Der Host muss wieder startfähig gemacht werden; anschließend können gesicherte Gäste zurückgespielt werden.
Daten-SSD defektJe nachdem, welche Daten dort liegen, sind einzelne Speicherbereiche betroffen – nicht zwangsläufig der komplette Host.
USB-Festplatte defektDer laufende Server funktioniert weiter, aber ein wichtiges Backup-/Datenziel fehlt. Genau dann darf die Sicherungsstrategie nicht nur aus dieser einen Platte bestehen.
Ein einzelner LXC kaputtDas ist der angenehme Fall: Der Rest des Hauses läuft weiter, und genau dieser Container kann separat repariert oder zurückgespielt werden.

Was wäre noch sicherer?

Der nächste Schritt wäre eine zusätzliche Kopie, die nicht dauerhaft am selben Host hängt – beispielsweise auf einem anderen Gerät oder an einem anderen Ort. Das klassische 3-2-1-Prinzip ist dabei eine gute Orientierung: mehrere Kopien, unterschiedliche Speichermedien und mindestens eine Kopie außerhalb des eigentlichen Systems.

Wir zeigen bewusst keine internen Pfade, Freigabenamen, Zugangsdaten oder konkreten Backup-Ziele. Für die Erklärung reicht die Architektur – die Sicherheitsdetails bleiben privat.

Felix' Kurzfassung

Systemplatte kaputt? Ärgerlich. Keine Sicherung? Richtig ärgerlich. Unser Ziel ist deshalb nicht, Hardware unkaputtbar zu machen – sondern einen Defekt möglichst langweilig zu machen.

Weiter mit Folge #06

Was kostet unser digitales Zuhause?

Wir nehmen unsere echten Messwerte und rechnen aus, was Lenovo, Dauerbetrieb, Peaks und Backups übers Jahr tatsächlich kosten.

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