Verlauf
Der Verlauf zeigt, wie sich Zustände und Messwerte verändert haben. Ideal für die Frage: „Wann ist das passiert?“
Ein einzelner Messwert sagt wenig. Spannend wird es, wenn du siehst, wie sich Temperatur, Stromverbrauch oder Laufzeit über Stunden, Tage und Wochen entwickeln.


Wir schauen nicht nur auf 21,4 °C oder 320 Watt. Wir fragen: Wie hat sich der Wert entwickelt – und was können wir daraus ableiten?
Der Verlauf zeigt, wie sich Zustände und Messwerte verändert haben. Ideal für die Frage: „Wann ist das passiert?“
Geeignete Sensoren werden zusätzlich verdichtet gespeichert. So lassen sich auch Monate später noch Trends erkennen.
Strom- und Energieverläufe zeigen, wann Lasten auftreten und ob Maßnahmen wirklich etwas gebracht haben.
Temperatur, Vorlauf, Rücklauf oder Brennerlaufzeit werden erst im Verlauf wirklich aussagekräftig.
Im Bereich Verlauf kannst du Bereiche, Geräte oder einzelne Entitäten auswählen und einen Zeitraum festlegen. So vergleichst du zum Beispiel Raumtemperatur und Heizstatus über denselben Zeitraum.
Für den Einstieg reicht ein Tag. Erst danach gehen wir auf Woche oder Monat.
Home Assistant speichert detaillierte Zustandsänderungen standardmäßig für eine begrenzte Zeit. Die History-Dokumentation nennt für die Standardkonfiguration zehn Tage. Danach kommen – bei geeigneten Sensoren – Langzeitstatistiken ins Spiel.
Diese Langzeitstatistiken speichern verdichtete Werte, damit Trends über längere Zeit erhalten bleiben.
Geeignete Sensoren haben eine passende state_class wie measurement, total oder total_increasing. Dann kann Home Assistant langfristige Statistikwerte speichern.
Für Messwerte wie Temperatur werden dabei unter anderem Mittelwert, Minimum und Maximum geführt. Für Zählerstände wird die Entwicklung des Gesamtwerts gespeichert.
Statt „Was zeigt der Sensor?“ fragst du jetzt zum Beispiel: Wann steigt der Stromverbrauch? Oder: Wie lange braucht der Raum morgens von 19 auf 21 °C?
Damit wird aus einem hübschen Diagramm ein Werkzeug für Entscheidungen.
Der Verlauf lässt sich als CSV exportieren. Das ist praktisch, wenn du Messwerte später vergleichen, dokumentieren oder mit KI auswerten möchtest.
Auch hier gilt: sensible oder unnötige Daten vorher weglassen.
Ich bin Home-Assistant-Anfänger und möchte aus meinen Messwerten einen Trend verstehen. Meine Sensoren: [Entity-Namen und Einheiten] Zeitraum: [z. B. heute / 7 Tage / 30 Tage] Meine Frage: [z. B. Wann steigt der Stromverbrauch? / Wie schnell wird der Raum warm?] Bitte: - trenne Momentwerte von Trends, - nenne mir zuerst, welche zwei oder drei Sensoren für meine Frage wirklich relevant sind, - erfinde keine fehlenden Messwerte, - weise auf Ausreißer oder Lücken hin, - unterscheide gemessene Daten und Schätzungen klar, - leite erst dann eine mögliche Erklärung ab, - gib mir am Ende genau eine sinnvolle nächste Messung oder Änderung, - keine Optimierung nur aufgrund eines einzelnen Datenpunkts.
Hilfreich, aber ohne Kontext sagt der Wert wenig über Heizverhalten oder Komfort aus.
Jetzt lässt sich beurteilen, wie schnell das System reagiert und ob eine Änderung wirklich etwas gebracht hat.
Der Verlauf nutzt die Recorder-Datenbank. Standardmäßig werden detaillierte Daten für zehn Tage aufbewahrt. Geeignete Sensoren erhalten zusätzlich Langzeitstatistiken; dafür werden stündliche Zusammenfassungen gespeichert. Diese Langzeitstatistiken werden nicht automatisch gelöscht.
Später können wir an echten Verläufen zeigen, wie Temperatur, Vorlauf, Rücklauf, Brenner, Pumpenleistung und Energie zusammenhängen. Genau hier beginnt der Weg von „Smart Home anzeigen“ zu „Smart Home verstehen“.
Templates erst noch ohne Jinja-Angst verstehen?
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