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Felix, das WATTZAHLS.DE-Maskottchen

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WATT LÄUFT BEI UNS? · FOLGE #06

Was kostet unser digitales Zuhause?

Proxmox, Home Assistant, Zigbee2MQTT, RaspberryMatic, Grafana und Co. laufen bei uns rund um die Uhr auf einer kleinen Lenovo-Kiste. Diesmal zählen keine Datenblattwerte – sondern das, was unser Server tatsächlich aus der Steckdose zieht.

Felix rechnet den Stromverbrauch des Homeservers aus
Unser Lenovo ThinkCentre Homeserver im Wohnzimmer
Unser 24/7-Server: Er steht nicht im Rechenzentrum, sondern im Wohnzimmer-Lowboard. Genau diese eine Kiste versorgt einen großen Teil unseres Smart Homes.
12–20 Wtypischer Bereich im laufenden Betrieb
≈ 19–20 Wrechnerischer Durchschnitt aus unseren Tageswerten
0,45–0,48 kWhgemessener Verbrauch pro Tag
≈ 164–175 kWhhochgerechnet auf ein Jahr

Ein einzelner Blick auf die aktuelle Leistung erzählt nur die halbe Geschichte. Deshalb betrachten wir beides: die momentane Leistungsaufnahme in Watt und den tatsächlich aufsummierten Energieverbrauch über den Tag.

Home Assistant zeigt 16 Watt aktuelle Leistungsaufnahme unseres Homeservers
Eine echte Momentaufnahme aus Home Assistant: 16 Watt. Im Alltag schwankt die Leistung mit Last, Backups, Updates und laufenden Diensten.
Home Assistant zeigt rund 0,48 Kilowattstunden Tagesverbrauch des Homeservers
Wichtiger für die Rechnung ist der Tageszähler: In unserer Messreihe liegen typische Tage grob bei 0,45 bis 0,48 kWh.
Felix denkt über Stromkosten nach
🐾 Felix rechnet:

„0,48 kWh klingt fast nach nix. Aber der Server läuft 365 Tage.“

Genau. Aus kleinen Dauerlasten werden übers Jahr echte Kilowattstunden.

Aus 0,48 kWh pro Tag werden 175 kWh pro Jahr

Die Rechnung ist simpel: 0,48 kWh × 365 Tage = 175,2 kWh pro Jahr. Bei einem etwas sparsameren Tag mit 0,45 kWh landen wir bei rund 164 kWh. Unser Homeserver bewegt sich damit in der Praxis grob in einem Jahreskorridor von 164 bis 175 kWh.

Was entspricht das als Dauerleistung?

0,45 kWh pro Tag entsprechen durchschnittlich rund 18,8 Watt. Bei 0,48 kWh sind es exakt 20 Watt. Das passt gut zu unserem beobachteten Bereich: oft irgendwo zwischen 12 und 20 Watt, mit kurzen Ausschlägen nach oben.

Und was kostet das?

Strompreisbei 0,45 kWh/Tagbei 0,48 kWh/Tag
0,30 €/kWh≈ 49 €/Jahr≈ 53 €/Jahr
0,35 €/kWh≈ 57 €/Jahr≈ 61 €/Jahr
0,40 €/kWh≈ 66 €/Jahr≈ 70 €/Jahr

Die Werte sind Hochrechnungen aus unserer realen Messung. Der tatsächliche Jahresverbrauch hängt davon ab, wie oft Backups, Updates, zusätzliche Dienste oder Tests laufen.

🧮 Rechne mit deinem Strompreis

Unser Standardwert ist auf 0,47 kWh pro Tag gesetzt – ungefähr die Mitte unserer typischen Messwerte.

171,6 kWhVerbrauch pro Jahr
5,01 €Kosten pro Monat
60,04 €Kosten pro Jahr

Kann man die Kosten einzelnen VMs und LXC zuordnen?

Nur sehr eingeschränkt.

Proxmox zeigt uns CPU-, RAM- und Speicherlast einzelner Gäste. Das ist aber nicht dasselbe wie deren Stromverbrauch an der Steckdose. Eine VM mit 20 % CPU braucht nicht automatisch exakt doppelt so viel Strom wie eine mit 10 %. Netzteil, SSDs, Grundverbrauch des Hosts und gemeinsame Hardware laufen immer mit.

Was wir sauber messen können

Den gesamten Lenovo inklusive Proxmox, VMs, LXC, SSDs und angeschlossener Grundlast. Genau dieser Gesamtwert ist für unsere Stromrechnung entscheidend.

Was nur geschätzt wäre

„Home Assistant kostet 8 Watt und Grafana 2 Watt.“ Solche Werte würden Genauigkeit vortäuschen, die unsere Messung nicht hergibt. Deshalb veröffentlichen wir sie nicht als Fakt.

Lohnt sich Stromsparen am Homeserver?

Ja – aber nicht um jeden Preis. Ein zusätzlicher Dienst, der praktisch keinen Mehrverbrauch verursacht, muss nicht aus Energiespargründen verschwinden. Interessanter wird es bei dauerhaft hoher CPU-Last, unnötig laufenden Testsystemen, alten Festplatten oder Hardware, die für die Aufgabe viel zu groß dimensioniert ist.

Ein Watt weniger – was bringt das überhaupt?

1 Watt Dauerlast entspricht rund 8,76 kWh pro Jahr. Bei 0,35 €/kWh sind das etwa 3,07 € jährlich. Zehn Watt dauerhaft eingespart bedeuten also schon gut 30 € pro Jahr.

Unser Fazit

Für grob 50 bis 70 Euro Stromkosten im Jahr betreiben wir auf einer einzigen kleinen Kiste Home Assistant, Proxmox und mehrere weitere Smart-Home- und Datendienste rund um die Uhr. Für uns ist das ein ziemlich gutes Verhältnis aus Nutzen, Komfort und Verbrauch. Der entscheidende Punkt ist nicht „so wenig Watt wie möglich“, sondern so wenig wie sinnvoll.

Als Nächstes: Folge #07

Was würden wir heute anders machen?

Unser System ist über Jahre gewachsen. Zum Abschluss der Serie schauen wir auf die Entscheidungen, die wir wieder genauso treffen würden – und auf die Baustellen, die wir heute von Anfang an anders lösen würden.

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