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Felix, das WATTZAHLS.DE-Maskottchen
MYTHOS ODER FAKT? · FOLGE 07

„Ein Sparduschkopf macht Duschen automatisch unangenehm.“

Weniger Wasser klingt schnell nach dünnem Rinnsal. Gute Sparbrausen reduzieren aber vor allem die Durchflussmenge – nicht zwingend den gefühlten Komfort.

URTEIL: MYTHOS
Mythbusters-Felix prüft den Sparduschkopf-Mythos

Weniger Liter müssen sich nicht nach weniger Dusche anfühlen

Die Verbraucherzentrale beschreibt, dass Sparduschköpfe trotz deutlich geringerer Wassermenge meist einen vollen Wasserstrahl erzeugen. Der Trick: Viele Modelle mischen Luft bei oder formen den Strahl so, dass er sich kräftiger anfühlt.

12–15 l/mintypische herkömmliche Duschbrause laut Umweltbundesamt
6–9 l/mintypische Wassersparbrause laut Umweltbundesamt
< 9 l/minRichtwert der Verbraucherzentrale für einen sparsamen Duschkopf

Was wirklich über Komfort entscheidet

Strahlbild, Düsen, Wasserdruck und persönliche Vorlieben machen einen großen Unterschied. Ein guter Sparduschkopf kann angenehm sein, ein schlechter kann nerven – genau wie bei einer normalen Brause. „Sparsam“ allein sagt deshalb noch nichts über den Komfort aus.

Felix sagt

Nicht auf den Aufdruck „Eco“ verlassen. Schau auf die echte Durchflussmenge in Litern pro Minute. Unter 9 l/min ist ein sinnvoller Zielwert – und dann entscheidet der Praxistest, ob dir das Strahlbild gefällt.

Eine wichtige Ausnahme: alte hydraulische Durchlauferhitzer

Bei älteren hydraulischen Durchlauferhitzern kann eine sehr niedrige Schüttmenge problematisch sein: Manche Geräte schalten erst ab ungefähr 8 Litern pro Minute zuverlässig ein. Wer so ein Gerät hat, sollte vor dem Kauf prüfen, ob Sparduschkopf und Durchlauferhitzer zusammenpassen.

Und wie viel kann man sparen?

Die Verbraucherzentrale nennt bei einem passenden Sparduschkopf Einsparungen von bis zu 50 Prozent beim Warmwasserverbrauch. Das Umweltbundesamt beschreibt wassersparende Brausen ebenfalls als Maßnahme, die Warmwasserkosten meist ohne Komfortverlust deutlich senken kann.

→ Dazu passend: Folge 06 „Duschen ist immer sparsamer als Baden“