„Ein Sparduschkopf macht Duschen automatisch unangenehm.“
Weniger Wasser klingt schnell nach dünnem Rinnsal. Gute Sparbrausen reduzieren aber vor allem die Durchflussmenge – nicht zwingend den gefühlten Komfort.
URTEIL: MYTHOS
Weniger Liter müssen sich nicht nach weniger Dusche anfühlen
Die Verbraucherzentrale beschreibt, dass Sparduschköpfe trotz deutlich geringerer Wassermenge meist einen vollen Wasserstrahl erzeugen. Der Trick: Viele Modelle mischen Luft bei oder formen den Strahl so, dass er sich kräftiger anfühlt.
Was wirklich über Komfort entscheidet
Strahlbild, Düsen, Wasserdruck und persönliche Vorlieben machen einen großen Unterschied. Ein guter Sparduschkopf kann angenehm sein, ein schlechter kann nerven – genau wie bei einer normalen Brause. „Sparsam“ allein sagt deshalb noch nichts über den Komfort aus.
Felix sagt
Nicht auf den Aufdruck „Eco“ verlassen. Schau auf die echte Durchflussmenge in Litern pro Minute. Unter 9 l/min ist ein sinnvoller Zielwert – und dann entscheidet der Praxistest, ob dir das Strahlbild gefällt.
Eine wichtige Ausnahme: alte hydraulische Durchlauferhitzer
Bei älteren hydraulischen Durchlauferhitzern kann eine sehr niedrige Schüttmenge problematisch sein: Manche Geräte schalten erst ab ungefähr 8 Litern pro Minute zuverlässig ein. Wer so ein Gerät hat, sollte vor dem Kauf prüfen, ob Sparduschkopf und Durchlauferhitzer zusammenpassen.
Und wie viel kann man sparen?
Die Verbraucherzentrale nennt bei einem passenden Sparduschkopf Einsparungen von bis zu 50 Prozent beim Warmwasserverbrauch. Das Umweltbundesamt beschreibt wassersparende Brausen ebenfalls als Maßnahme, die Warmwasserkosten meist ohne Komfortverlust deutlich senken kann.
→ Dazu passend: Folge 06 „Duschen ist immer sparsamer als Baden“

