„Duschen ist immer sparsamer als Baden.“
Meistens stimmt das. Aber „immer“ ist zu viel behauptet: Eine lange Dusche mit hohem Durchfluss kann den Wasserverbrauch eines Vollbads sogar übertreffen.
URTEIL: KOMMT DRAUF AN
Die entscheidende Rechnung
Beim Duschen zählen vor allem zwei Werte: Liter pro Minute und Duschdauer. Die Verbraucherzentrale zeigt als Beispiel 12 Liter pro Minute. Bei acht Minuten sind das bereits 96 Liter Wasser.
Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin: Läuft beim Duschen mehr als zehn Minuten lang Wasser mit 15 Litern pro Minute, kann der Verbrauch eines Bades sogar überschritten werden.
Warum Duschen meistens gewinnt
Baden benötigt in der Regel deutlich mehr Wasser als eine kurze Dusche. Die Verbraucherzentrale nennt im Durchschnitt rund 100 Liter Einsparung, wenn statt eines Vollbads geduscht wird. Besonders groß wird der Unterschied mit einem Sparduschkopf.
Felix sagt
Nicht „Duschen gegen Baden“ entscheidet – sondern Liter pro Minute × Minuten. Eine kurze Dusche mit Sparbrause ist klar im Vorteil. Eine lange Regendusche kann dagegen richtig Wasser und Energie fressen.
Der einfachste Selbsttest
Stell einen 10-Liter-Eimer unter die Dusche und stoppe die Zeit. Daraus berechnest du die Schüttmenge deines Duschkopfs. Danach gilt schlicht: Liter pro Minute × Duschdauer = Wasserverbrauch. So weißt du nach zwei Minuten mehr als mit jeder pauschalen Sparregel.