„Standby verbraucht heute praktisch nichts mehr.“
Bei einem einzelnen modernen Gerät kann der Verbrauch tatsächlich winzig sein. Aber Standby läuft 24 Stunden am Tag – und vernetzte Geräte spielen nach anderen Regeln.
URTEIL: KOMMT DRAUF AN
0,5 Watt klingt nach nichts. Übers Jahr nicht ganz.
Für viele neuere, nicht vernetzte Geräte gilt eine sehr niedrige Standby-Leistung. Die Verbraucherzentrale nennt als EU-Vorgabe bis zu 0,5 Watt. Das ist pro Gerät wenig – aber Dauerverbrauch summiert sich.
Rechnung: Leistung × 24 Stunden × 365 Tage. Erst viele kleine Dauerverbraucher machen aus „fast nichts“ eine messbare Größe.
Der Haken: Netzwerk-Standby
Smart Speaker, Set-Top-Boxen, Spielekonsolen und andere vernetzte Geräte müssen im Bereitschaftsbetrieb oft erreichbar bleiben. Deshalb lässt sich die 0,5-Watt-Faustregel nicht pauschal auf alle modernen Geräte übertragen. Genau hier lohnt sich Messen statt Raten.
Und es gibt Ausnahmen, bei denen sofortiges hartes Abschalten keine gute Idee ist: Manche OLED-Fernseher führen nach der Nutzung noch Wartungsprozesse aus. Im Zweifel gilt deshalb: Bedienungsanleitung prüfen.
Felix sagt
Standby ist heute oft klein – aber nicht automatisch egal. Miss die Geräte, die dauerhaft am Netz hängen, und schau besonders auf Netzwerkgeräte. Bei 0,2 Watt musst du keinen Feldzug starten. Bei mehreren Watt rund um die Uhr lohnt sich das Abschalten deutlich eher.
Was die Quellen dazu sagen
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Standby weiterhin Strom verbraucht, auch wenn moderne Geräte oft sehr sparsam sind. Für neuere, nicht vernetzte Geräte nennt sie bis zu 0,5 Watt; vernetzte Geräte wie Smart Speaker, Set-Top-Boxen oder Spielekonsolen fallen nicht unter diese einfache Obergrenze. Das Umweltbundesamt beschreibt ebenfalls eigene Grenzwerte für vernetzten Bereitschaftsbetrieb.
Quellen: Verbraucherzentrale – Strom sparen im Haushalt · Umweltbundesamt – Ökodesign und Bereitschaftsbetrieb