„Heizkörper entlüften spart immer Heizkosten.“
Wenn Luft im Heizkörper steckt, kann Entlüften die Wärmeabgabe verbessern und unnötigen Energieverbrauch vermeiden. Aber ohne Luft im System gibt es auch nichts zu sparen.
URTEIL: MYTHOS
Wann Entlüften wirklich etwas bringt
Luft verdrängt Heizungswasser und kann verhindern, dass der Heizkörper seine Fläche gleichmäßig nutzt. Die Verbraucherzentrale nennt typische Hinweise: Der Heizkörper wird nicht richtig oder unterschiedlich warm oder es sind Gluckergeräusche zu hören. Dann ist Entlüften sinnvoll – und kann den Energiebedarf senken.
Wann es nichts bringt
Ist der Heizkörper bereits vollständig mit Wasser gefüllt und wird gleichmäßig warm, schafft erneutes Entlüften keinen zusätzlichen Spareffekt. Dann liegen Probleme eher an Einstellungen, Heizkurve, Volumenstrom oder einem fehlenden hydraulischen Abgleich.
Felix sagt
Entlüften ist Reparatur, kein Spartrick. Wenn Luft drin ist: machen. Wenn der Heizkörper sauber und gleichmäßig warm wird: nicht auf Verdacht ständig am Ventil drehen.
Richtig entlüften – ohne Nebenwirkungen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor und nach dem Entlüften den Anlagendruck zu prüfen und bei Bedarf Wasser nachzufüllen. In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung sollte das mit Gebäudemanagement oder Verwaltung abgestimmt werden. Kommt das Gluckern schnell wieder oder bleibt der Heizkörper trotz Entlüften kalt, sollte die Ursache weiter gesucht werden.

