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WATT LÄUFT BEI UNS? · FOLGE #03

Unsere wichtigsten Bewohner

Home Assistant, RaspberryMatic, Zigbee2MQTT und Grafana wohnen alle auf demselben Lenovo – aber nicht auf dieselbe Art. Wir zeigen, wer als VM läuft, wer als LXC und warum.

Felix erklärt die wichtigsten Proxmox-Gäste

In Folge #02 haben wir gezeigt, wie Proxmox aus einer kleinen Wohnzimmerkiste viele getrennte Systeme macht. Jetzt gehen wir vier Wohnungen ab, die für unser Smart Home besonders wichtig sind. Alle Werte stammen aus unserem laufenden System – also keine Beispielkonfiguration aus dem Internet.

Felix, das WATTZAHLS.DE Maskottchen
🐾 Felix fragt:

„Warum bekommt Home Assistant eine ganze VM, während Zigbee2MQTT mit einem kleinen Container auskommt?“

Weil nicht jeder Dienst gleich viel Isolation und eigenes Betriebssystem braucht.

🏠 VM 124 – Home Assistant

VM · HAOS
Anonymisierte Proxmox-Übersicht unserer Home-Assistant-VM mit CPU-, RAM- und Diskwerten
2 vCPUzugewiesen
4 GiBRAM
32 GiBBootdisk
≈ 3–3,5 GiBRAM aktuell genutzt
Warum als VM?
Home Assistant OS ist bei uns das Herzstück des Hauses. Als VM bekommt HAOS seine eigene virtuelle Hardware und ein vollständig getrenntes Betriebssystem. Das macht Backups, Neustarts und Updates unabhängig von den übrigen Diensten.
👀 Felix schaut genauer hin: Im Screenshot sind rund 87 % des zugewiesenen Speichers belegt. Das ist noch kein Beweis für ein Problem – aber ein guter Grund, den Verlauf im Auge zu behalten, bevor wir blind mehr RAM verteilen.

📡 VM 100 – RaspberryMatic

VM
Proxmox-Übersicht unserer RaspberryMatic-VM mit Ressourcenwerten
1 vCPUzugewiesen
2 GiBRAM
9,25 GiBBootdisk
≈ 0,5 GiBRAM aktuell genutzt
Warum als VM?
RaspberryMatic ist eine eigenständige Homematic-Zentrale mit ihrem eigenen System. Die VM bildet dafür eine saubere Grenze zum Proxmox-Host und zum Rest unseres Smart Homes.
✅ Schön sparsam: Zum Zeitpunkt des Screenshots benötigt RaspberryMatic nur rund ein Viertel der 2 GiB RAM. Mehr Ressourcen zu vergeben würde hier aktuell keinen sichtbaren Nutzen bringen.

🟣 LXC 105 – Zigbee2MQTT

LXC
Anonymisierte Proxmox-Übersicht unseres Zigbee2MQTT-LXC mit Ressourcenwerten
2 vCPUzugewiesen
1 GiBRAM
512 MiBSwap
4 GiBBootdisk
Warum als LXC?
Zigbee2MQTT braucht kein komplettes eigenes Betriebssystem. Ein schlanker Linux-Container reicht völlig aus, startet schnell und verbraucht wenig Ressourcen. Der Zigbee-USB-Stick hängt physisch am Lenovo und wird für unseren Zigbee-Dienst durchgereicht.
⚠ Hier wird es eng: Die 4-GiB-Bootdisk ist bereits zu rund 89 % belegt. Das ist genau die Art Praxisdetail, die wir in dieser Serie zeigen wollen: Der Dienst läuft prima, aber beim Speicher sollten wir zeitnah aufräumen oder die Disk vergrößern.

Außerdem ist dieser LXC bei uns als privilegiert eingerichtet. Das ist historisch so gewachsen. Bei einer Neuinstallation würden wir prüfen, ob sich der benötigte Hardwarezugriff auch mit einem restriktiveren unprivilegierten Container sauber umsetzen lässt.

📊 LXC 106 – Grafana

LXC · unprivilegiert
Anonymisierte Proxmox-Übersicht unseres Grafana-LXC mit CPU-, RAM- und Diskwerten
1 vCPUzugewiesen
2 GiBRAM
1 GiBSwap
10 GiBBootdisk
Warum als LXC?
Grafana ist ein klassischer Kandidat für einen Container: ein klar abgegrenzter Linux-Dienst, der keine eigene virtuelle Maschine braucht. Bei uns läuft der Container zudem unprivilegiert.
👀 RAM im Blick behalten: Im Screenshot nutzt Grafana rund 1,79 von 2 GiB. Die CPU langweilt sich dagegen praktisch. Bevor wir hier Ressourcen ändern, schauen wir uns deshalb besser an, ob die RAM-Nutzung dauerhaft so hoch bleibt oder nur Cache bzw. eine Momentaufnahme ist.

VM oder LXC? Unsere Praxisregel

VM, wenn …

… ein komplettes eigenes Betriebssystem sinnvoll ist, die Trennung besonders wichtig ist oder die Software als Appliance gedacht ist. Deshalb laufen Home Assistant OS und RaspberryMatic bei uns als VM.

LXC, wenn …

… ein einzelner Linux-Dienst schlank und separat laufen soll. Deshalb passen Zigbee2MQTT und Grafana bei uns sehr gut in Container.

🔒 Die eingebauten Screenshots stammen aus unserem echten Proxmox-System. Private IPv4-/IPv6-Adressen und andere unnötige interne Details wurden vor Veröffentlichung weichgezeichnet.

Was wir aus #03 mitnehmen: Ressourcen nicht nach Gefühl verteilen. RaspberryMatic zeigt, wie wenig manche Dienste brauchen. Zigbee2MQTT zeigt, dass eine zu kleine Disk irgendwann auffällt. Und bei Home Assistant/Grafana lohnt sich erst ein Blick in den Verlauf, bevor man RAM auf Verdacht erhöht.
Weiter mit Folge #04

Wie alles miteinander redet

Vom Zigbee-Sensor über Zigbee2MQTT und MQTT bis zu Home Assistant – und was Homematic, ESPHome und unser LAN dabei machen.

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