🎙️ Zwei Mikrofone
Ein Dual-Mikrofon-Array plus XMOS-Audiochip kümmert sich unter anderem um Echounterdrückung, stationäre Geräuschunterdrückung und automatische Verstärkung.
Bis jetzt haben wir Assist mit dem Handy ausprobiert. Jetzt bekommt unser Haus ein eigenes Ohr: die Home Assistant Voice Preview Edition. Sie wurde speziell für Home Assistant entwickelt und kommt bereits mit ESPHome.
Einstecken, einrichten, sprechen. Aber wir schauen auch hin, was dabei lokal passiert – und was nicht.


Nicht ganz. Voice PE ist in erster Linie das Mikrofon, der Lautsprecher und die Bedienoberfläche für Assist. Wie dein gesprochener Satz verarbeitet wird, bestimmst du über die gewählte Sprach-Pipeline.
Ein Dual-Mikrofon-Array plus XMOS-Audiochip kümmert sich unter anderem um Echounterdrückung, stationäre Geräuschunterdrückung und automatische Verstärkung.
Der seitliche Mute-Schalter trennt die Stromversorgung der Mikrofone physisch. Das ist mehr als nur ein Software-Schalter.
Ein Lautsprecher ist eingebaut. Zusätzlich gibt es einen 3,5-mm-Audioausgang für einen externen Lautsprecher.
ESPHome ist vorinstalliert. Firmware und Hardware sind offen; zusätzlich gibt es unter anderem einen Grove-Anschluss für Erweiterungen.
Voice PE benötigt 5 V / 2 A über USB-C und verbindet sich per 2,4-GHz-WLAN mit deinem Netzwerk. Home Assistant muss bereits auf einem anderen Gerät laufen. Nach dem Einschalten führt Home Assistant über einen Einrichtungsassistenten durch die Sprachkonfiguration.
Der offizielle empfohlene Verkaufspreis liegt derzeit bei 59 €.
Das Voice PE selbst ist nicht automatisch die komplette Spracherkennung. Home Assistant lässt dich zwischen verschiedenen Pipelines wählen. Genau das macht die Lösung interessant: Die Hardware im Raum kann dieselbe bleiben, während wir später die Verarbeitung ändern.
Fokussiert lokal: Speech-to-Phrase ist für typische Hausbefehle gedacht und läuft auch auf vergleichsweise schwacher Hardware. Dafür versteht es keine beliebige freie Sprache.
Vollständig lokal: Mit Whisper kann freie Sprache lokal erkannt werden. Für schnelle Reaktionen empfiehlt Home Assistant deutlich stärkere Hardware; für Whisper Base nennt die Voice-PE-Dokumentation mindestens etwa Intel-N100-Niveau.
Cloud: Home Assistant Cloud übernimmt Speech-to-Text und Text-to-Speech. Das ist bequem und entlastet schwächere Home-Assistant-Rechner, benötigt aber eine Internetverbindung.
Das Gerät kann mit einer vollständig lokalen Assist-Pipeline betrieben werden. Wer lieber wenig Rechenleistung zuhause bereitstellt, kann stattdessen die Cloud-Verarbeitung wählen. Später können wir sogar ein LLM anbinden. Das Sprachgerät im Zimmer muss dafür nicht ausgetauscht werden.
Nach der Einrichtung beginnen wir absichtlich nicht mit komplizierten Sätzen. Erst drei einfache Prüfungen: „Schalte das Küchenlicht ein“, „Wie ist die Temperatur im Wohnzimmer?“ und „Stelle einen Timer auf fünf Minuten.“
Funktionieren Gerätebefehle nicht, gehen wir zurück zu Folge 3: Nur für Assist freigegebene Geräte mit vernünftigen Namen und Bereichen lassen sich zuverlässig ansprechen.
Plus: bereits vorhanden, 0 € Zusatzkosten, perfekt zum Ausprobieren.
Minus: kein festes Raumgerät, dauerndes Wake Word kann Akku kosten, Smartphone ist nicht speziell auf Raum-Audio ausgelegt.
Plus: festes Sprachgerät, Dual-Mikrofone, dedizierte Audioverarbeitung, Lautsprecher, physischer Mikrofon-Mute-Schalter und einfache HA-Einrichtung.
Minus: zusätzliche Hardware und die Qualität bzw. Geschwindigkeit hängt weiterhin auch von der gewählten Sprach-Pipeline und deinem HA-Rechner ab.
Voice PE ist das Ohr und der Mund. Home Assistant ist das Gehirn. Und welches Sprachzentrum wir diesem Gehirn geben – Speech-to-Phrase, Whisper, Cloud oder später KI – entscheiden wir selbst.
Home Assistant nennt die Voice Preview Edition weiterhin als empfohlenes Sprachgerät. Sie besitzt ESP32-S3, XMOS XU316, Dual-Mikrofone, internen Lautsprecher, 3,5-mm-Ausgang, physischen Mikrofon-Mute-Schalter und ESPHome-Firmware. Der empfohlene Preis beträgt derzeit 59 €.
Home Assistant: Voice Preview Edition ↗
Home Assistant: Assist ↗
Home Assistant: lokale Sprachverarbeitung ↗
Assist auf Android und lokale Wake-Word-Erkennung.
Zurück zu Folge 4 →Wir schauen uns an, wie vorhandene Echo-Geräte mit Home Assistant zusammenspielen – und wo die Grenzen liegen.
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