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FOLGE 5 · DIE FERTIGE LÖSUNG

Ein Sprachgerät für Home Assistant – ohne Lötkolben

Bis jetzt haben wir Assist mit dem Handy ausprobiert. Jetzt bekommt unser Haus ein eigenes Ohr: die Home Assistant Voice Preview Edition. Sie wurde speziell für Home Assistant entwickelt und kommt bereits mit ESPHome.

Einstecken, einrichten, sprechen. Aber wir schauen auch hin, was dabei lokal passiert – und was nicht.

Felix erklärt Home Assistant Voice Preview Edition
Felix denkt über Sprachhardware nach
🐶 Felix fragt: Ist das jetzt eine Alexa?

Nicht ganz. Voice PE ist in erster Linie das Mikrofon, der Lautsprecher und die Bedienoberfläche für Assist. Wie dein gesprochener Satz verarbeitet wird, bestimmst du über die gewählte Sprach-Pipeline.

🎙️ Zwei Mikrofone

Ein Dual-Mikrofon-Array plus XMOS-Audiochip kümmert sich unter anderem um Echounterdrückung, stationäre Geräuschunterdrückung und automatische Verstärkung.

🔇 Wirklich stumm

Der seitliche Mute-Schalter trennt die Stromversorgung der Mikrofone physisch. Das ist mehr als nur ein Software-Schalter.

🔊 Lautsprecher + Klinke

Ein Lautsprecher ist eingebaut. Zusätzlich gibt es einen 3,5-mm-Audioausgang für einen externen Lautsprecher.

🧩 Offen aufgebaut

ESPHome ist vorinstalliert. Firmware und Hardware sind offen; zusätzlich gibt es unter anderem einen Grove-Anschluss für Erweiterungen.

SCHRITT 1

USB-C dran – mehr Hardware braucht es zunächst nicht

Voice PE benötigt 5 V / 2 A über USB-C und verbindet sich per 2,4-GHz-WLAN mit deinem Netzwerk. Home Assistant muss bereits auf einem anderen Gerät laufen. Nach dem Einschalten führt Home Assistant über einen Einrichtungsassistenten durch die Sprachkonfiguration.

Der offizielle empfohlene Verkaufspreis liegt derzeit bei 59 €.

SCHRITT 2

Der entscheidende Punkt: Wo wird deine Sprache verstanden?

Das Voice PE selbst ist nicht automatisch die komplette Spracherkennung. Home Assistant lässt dich zwischen verschiedenen Pipelines wählen. Genau das macht die Lösung interessant: Die Hardware im Raum kann dieselbe bleiben, während wir später die Verarbeitung ändern.

DREI WEGE

Welche Pipeline nehmen wir?

Fokussiert lokal: Speech-to-Phrase ist für typische Hausbefehle gedacht und läuft auch auf vergleichsweise schwacher Hardware. Dafür versteht es keine beliebige freie Sprache.

Vollständig lokal: Mit Whisper kann freie Sprache lokal erkannt werden. Für schnelle Reaktionen empfiehlt Home Assistant deutlich stärkere Hardware; für Whisper Base nennt die Voice-PE-Dokumentation mindestens etwa Intel-N100-Niveau.

Cloud: Home Assistant Cloud übernimmt Speech-to-Text und Text-to-Speech. Das ist bequem und entlastet schwächere Home-Assistant-Rechner, benötigt aber eine Internetverbindung.

🔒 Lokal heißt bei Voice PE wirklich: Du hast die Wahl

Das Gerät kann mit einer vollständig lokalen Assist-Pipeline betrieben werden. Wer lieber wenig Rechenleistung zuhause bereitstellt, kann stattdessen die Cloud-Verarbeitung wählen. Später können wir sogar ein LLM anbinden. Das Sprachgerät im Zimmer muss dafür nicht ausgetauscht werden.

SCHRITT 3

Unser erster Test

Nach der Einrichtung beginnen wir absichtlich nicht mit komplizierten Sätzen. Erst drei einfache Prüfungen: „Schalte das Küchenlicht ein“, „Wie ist die Temperatur im Wohnzimmer?“ und „Stelle einen Timer auf fünf Minuten.“

Funktionieren Gerätebefehle nicht, gehen wir zurück zu Folge 3: Nur für Assist freigegebene Geräte mit vernünftigen Namen und Bereichen lassen sich zuverlässig ansprechen.

HANDY ODER VOICE PE?

Jetzt sieht man den Unterschied

📱 Smartphone

Plus: bereits vorhanden, 0 € Zusatzkosten, perfekt zum Ausprobieren.

Minus: kein festes Raumgerät, dauerndes Wake Word kann Akku kosten, Smartphone ist nicht speziell auf Raum-Audio ausgelegt.

🎙️ Voice PE

Plus: festes Sprachgerät, Dual-Mikrofone, dedizierte Audioverarbeitung, Lautsprecher, physischer Mikrofon-Mute-Schalter und einfache HA-Einrichtung.

Minus: zusätzliche Hardware und die Qualität bzw. Geschwindigkeit hängt weiterhin auch von der gewählten Sprach-Pipeline und deinem HA-Rechner ab.

💡 Wattzahls-Merksatz

Voice PE ist das Ohr und der Mund. Home Assistant ist das Gehirn. Und welches Sprachzentrum wir diesem Gehirn geben – Speech-to-Phrase, Whisper, Cloud oder später KI – entscheiden wir selbst.

Technikstand · September 2026

Home Assistant nennt die Voice Preview Edition weiterhin als empfohlenes Sprachgerät. Sie besitzt ESP32-S3, XMOS XU316, Dual-Mikrofone, internen Lautsprecher, 3,5-mm-Ausgang, physischen Mikrofon-Mute-Schalter und ESPHome-Firmware. Der empfohlene Preis beträgt derzeit 59 €.

Home Assistant: Voice Preview Edition ↗
Home Assistant: Assist ↗
Home Assistant: lokale Sprachverarbeitung ↗

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Das Handy hört mit

Assist auf Android und lokale Wake-Word-Erkennung.

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FOLGE 6

Alexa darf bleiben

Wir schauen uns an, wie vorhandene Echo-Geräte mit Home Assistant zusammenspielen – und wo die Grenzen liegen.

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