Staubsauger
Nur starten, wenn wirklich niemand da ist – und nur, wenn seit der letzten Reinigung genügend Zeit vergangen ist.

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Anwesenheit ist mehr als „Handy da oder nicht“. Richtig aufgebaut wird daraus eine zentrale Information für Staubsauger, Heizung, Warmwasser, Kameras und viele weitere Automationen.

Die wichtigste Regel: Eine einzelne kurze Abwesenheit sollte nicht sofort das ganze Haus umschalten. Wir trennen deshalb Erkennen und Handeln.
Die Basis kann die Home-Assistant-App auf den Smartphones sein. Jeder Person wird ein Geräte-Tracker zugeordnet. Daraus ergibt sich die Person-Anwesenheit und schließlich die Anzahl der Personen in zone.home.
Faustregel: zone.home < 1 bedeutet: Home Assistant sieht aktuell niemanden zu Hause.
GPS, WLAN oder das Smartphone können kurzzeitig verspätet reagieren. Für wichtige Aktionen ist deshalb eine Verzögerung oder eine zweite Bedingung sinnvoll.
Für einfache Fälle reicht eine „für“-Zeit: Erst wenn niemand beispielsweise 5 oder 10 Minuten zu Hause erkannt wurde, gilt die Abwesenheit für die Automation als bestätigt. Bei kritischen Aktionen können Türkontakt, Alarmstatus oder weitere Präsenzsensoren zusätzlich plausibilisieren.
Nur starten, wenn wirklich niemand da ist – und nur, wenn seit der letzten Reinigung genügend Zeit vergangen ist.
Bei bestätigter Abwesenheit absenken. Bei Rückkehr wieder auf den gewünschten Normalbetrieb wechseln.
Während längerer Abwesenheit den Sollwert reduzieren und bei Rückkehr wieder herstellen.
Bewegungsereignisse bei leerem Haus anders behandeln – etwa Snapshot oder Video senden, statt im Alltag jede Bewegung zu melden.
Bei mehreren Anwendungen lohnt sich ein zentraler Helfer wie „Haus abwesend“. Eine einzige Automation setzt diesen Zustand zuverlässig. Staubsauger, Heizung und Benachrichtigungen reagieren anschließend nur noch darauf. Ändert sich später die Erkennung, muss sie nur an einer Stelle angepasst werden.
Bei uns wird Anwesenheit bereits praktisch genutzt: Der Staubsauger darf bei Abwesenheit und passendem Reinigungsintervall losfahren. Die Heizung kann bei Abwesenheit reduziert und das Warmwasser abgesenkt werden. Bei Rückkehr werden die gewünschten Werte wiederhergestellt. Genau solche Verknüpfungen machen aus einzelnen Smart-Home-Geräten ein System.
Eine gute Abwesenheitsautomation braucht immer den Rückweg. Wer Heizung, Warmwasser oder Alarmzustände verändert, muss festlegen, was bei der ersten zurückkehrenden Person passieren soll. Besonders wichtig: vorherige Sollwerte nicht unnötig überschreiben.
Neue Anwesenheitslogik zunächst einige Tage nur protokollieren oder eine Benachrichtigung auslösen lassen. Erst wenn „Haus leer“ und „jemand zurück“ zuverlässig erkannt werden, Heizung, Alarm oder andere wichtige Funktionen automatisch schalten.
Beim Saugroboter-Praxisfall nutzen wir Abwesenheit bereits als Startbedingung. Als Nächstes können wir daraus eine konkrete, nachbaubare Home-Assistant-Automation mit Helfer, Verzögerung und Rückkehrlogik machen.